Die Zahnarztangst wird im Laufe des Lebens erlernt. Bereits ein unangenehmes oder be-
ängstigendes Erlebnis beim Zahnarzt kann dazu führen, dass zukünftig eine Behandlung
mit starker Angst verbunden ist und die Betroffenen die Situation Zahnarztbesuch vermeiden
oder nur mit massiver Angst und Anspannung durchstehen können. Aus der unangenehmen
Erfahrung heraus kann also eine Situation entstehen, in der fast automatisch mit angstvollen
Gedanken und Befürchtungen sowie mit ängstlicher körperlicher Anspannung und häufig
auch mit Vermeidungsverhalten reagiert wird.
Auch führt z.B. die Zahnbehandlungsangst der Eltern zur Angst vor dem Zahnarzt bei deren
Kindern, wenn sie ihnen vermitteln, dass ein Besuch beim Zahnarzt mit Schmerzen und Angst
verbunden ist. Die Kinder erleben, wie die Eltern im Behandlungszimmer mit Angst reagieren
oder von unangenehmen Zahnbehandlungen erzählen, was dazu führt, dass das Kind selbst
Angst vor dem Zahnarzt entwickelt.